Pflaster

...ein rundes Stück Baumwollstoff (oder ähnliches, widerstandsfähig, damit es beim Setzen des Geschosses und beim Schuss nicht reißt. Es überträgt den Laufdrall auf die etwas kleinere Kugel. Zur Schmierung des Pflasters können Schmiermittel aller Art benutzt werden (handelsübliche Pflastermilch, aber auch Speicheldamit die Pulverrückstände geschmeidig bleiben). Das Pflaster sollte einen Durchmesser von einem 2-1/2-fachen Geschoßdurchmesser haben. Das Pflaster dient zum Abdichten der Kugel im Lauf, damit bei jedem Schuss möglichst gleicher Gasdruck bei Schussabgabe herrscht.
 
Rundkugel
 
...kommt bei glattläufigen Gewehren, Musketen und Pistolen zum Einsatz. Bei Steinschlossgewehren und Pistolen wird generell mit Rundkugel geschossen. Die Pflaster- und Kugelgröße sollte nach den Laufinnenmaßen ausgewählt werden. Hierzu muss das genaue Zug- und Feldmaßkaliber mit einem Mess-Schieber ermittelt werden. Manche Schützen verwenden zwischen Ladung und gepflasterter Kugel einen Filzpfropfen (meist gefettet, aber auch trocken). In diesem Falle ist der Filzpfropfen mit der gepflasterten Kugel gemeinsam in den Lauf zu schieben, damit keine Hohlladung entsteht.
 

Pfropfen und Zwischenmittel

Es dürfen in keiner Disziplin Pfropfen aus Kunststoffmaterial verwendet werden. Es sind solche aus Filz, Papier oder Werg zu verwenden. Der Gebrauch von Grieß, Maismehl oder anderen natürlichen Füllstoffen ist als Zwischenmittel zwischen Ladung und Geschoss erlaubt. Solche Zwischenmittel sind auch zum Laden von Militärgewehren zulässig.
 
Das Kaliber
 
Die Kaliberangaben bei gezogenen Schwarzpulverläufen beziehen sich immer auf das Feldkaliber, gemessen von Feld zu Feld (also zwischen den engsten Stellen) bzw. bei glatten Läufen auf den Innendurchmesser des Laufes oder Rohres.
 
Laufprofil
 
 
 

Trichter und Laderöhrchen

Zum Einfüllen des Schwarzpulvers (Ladung) in den Lauf. Bei einigen Disziplinen reicht das Trichterröhrchen fast bis auf die Pulverkammer, damit das Pulver nicht an der verschmutzten, feuchten Laufinnenwand haften bleibt. Bei einigen militärischen Disziplinen (wie Muskete und Dienstgewehr) darf das Trichterröhrchen nur ca.10cm aufweisen und soll nur das Verschütten des Schwarzpulvers verhindern.   Putzstöcke      Putz- und Wischstöcke dürfen in allen Disziplinen verwendet werden außer in den militärischen Disziplinen (wie Muskete und Dienstgewehr)

Geschosse

Geschosse sollten zum Stil der verwendeten Waffen passend sein, Steinschloss und Luntenschlosse: nur Rundkugeln. Gezogene Perkussionspistolen: nur Rundkugeln. Revolver: Rundkugeln oder Spitzgeschosse. Perkussions-Militärgewehre: Rundkugeln oder Expansionsgeschosse. Perkussions-Freigewehre: Rundkugeln oder beliebiges Langgeschoss.
 
Minié-Geschosse
 
(Hohlboden-Expansionsgeschosse) sollten mit einem Durchmesser von 0,10 mm Spielraum gegenüber dem Feldkaliber sein, damit sie gut ladefähig und präzise sind. Beim Setzen ist darauf zu achten, dass das leicht verformbare Heck nicht deformiert wird. Minie-Geschosse werden u. a. im Dienstgewehr verschossen. Minié-Geschosse sind nur in Verbindung mit Perkussionszündung verwendbar. Beim Zünden der Treibladung wird der Hohlboden expandiert (vergrößert) und füllt damit die Züge im Lauf aus. Die zwischen den Ringen befindlichen Vertiefungen werden mit Fett gefüllt.
 

Ogival-Geschossen für Vorderlader

wie z. B. Maxi-Ball und R.E.A.L. = Rifling Engraved At Loading – ("Züge schneiden sich während des Ladevorganges in das Geschoß ein") sollten dagegen eher dem Felddurchmesser, oder etwas darüber, entsprechen; sie sind dadurch schwerer zu Laden, weil sich die Züge in das Blei einschneiden müssen, sind aber unempfindlicher gegen Deformation. Maxi-Ball- und R.E.A.L.-Geschosse verfügen über mehrere Ringe, die sich auf den gesamten Geschoßkörper verteilen und somit das Einschneiden in die Züge des Laufes verbessern. Die zwischen den Ringen befindlichen Vertiefungen werden mit Fett gefüllt.
 

Handstützen

Handstützen (Pilze) müssen original oder eine originalgetreue Reproduktion sein. Sie dürfen nur an Gewehren verendet werden, welche zur Verwendung solcher Stützen konstruiert wurden.
 
 
Schiessbrillen
 
Beim Vorderladerschiessen sind Schutzbrillen vorgeschrieben. Normale Brillen oder Schiessbrillen gelten auch als Schutzbrillen und dürfen verwendet werden. In Deutschland sind Seitenschütze vorgeschrieben. Diese können durch Kartonblenden ersetzt werden.
 
 
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Waffengesetz

Allg.VVS zum WG (WaffVwV) vom 5. März 2012

 

   

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Neuerungen 2014

Auf der letzten Referentensitzung/ Vorderlader wurde folgende Änderung beschlossen:

 

   
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