Einige Vorderladersportschützen betreiben neben dem sportlichen Schießen auch den Umgang mit Vorderladerwaffen in Traditionsvereinen, die sich mit den verschiedensten Epochen der Zeitgeschichte befassen.

 

Infanterieregiment Sachsen-Weißenfels

-Königlich Polnisches und Churfürstlich Sächsisches Infanterieregiment-

Ein Traditionsverein, der sich mit sächsischer Militärgeschichte der 3 schlesischen Kriege befasst.

www.weissenfels1745.de

 

Napoleonische Gesellschaft

eine Interessengemeinschaft von Personen und Gruppen,

die sich mit der Napoleonischen Zeit, ihren Erscheinungen,

Auswirkungen und Begebenheiten befassen. ( ca. 1789 bis 1815)

http://www.napoleonische-gesellschaft.de/

 

Historische Militärvereinigung 1813 e.V.

ist der Dachverband von verschiedenen Gruppen und Einzeldarstellern,

die sich mit dem Leben und Wirken der napoleonischen Ära

von 1799 bis 1815 beschäftigen

www.h-m-v.com

 

Napoleonic Association

Möglicherweise Europas größte Dachorganisation

napoleonischer Geschichtsdarsteller.

www.napoleonicassociation.org (Englisch)

 

Preussische historische Militärvereinigung 1813 e.V.

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Die ältesten Handbüchsen entstanden Ende des 14. Jahrhunderts und waren aus Bronze gegossen. Erst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stellte man eiserne über einen Dorn geschmiedete Läufe her. Die Läufe wurden hinten nur mit Eisenkeilen verschlossen.

Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg finden wir eine der ältesten Handfeuerwaffen – die so genannte Tannenberg-Büchse. Die Waffe gilt als Urtyp, aus der sich Gewehre und Handfeuerwaffen entwickelten.

 

Das Luntenschloss

Um 1440 wurde das erste mechanische Schloss entwickelt. Dabei rückte das Zündloch am Laufende auf die Seite (bisher nur oben) und diesem vorgelagert wurde eine Pfanne (eine Art Mulde) mit Deckel angebracht. In den durch einfachen Hebelmechanismus herab senkbaren Hebel/ Hahn wurde die glimmende Lunte geklemmt. Der Pfannendeckel musste erst separat geöffnet werden und nun konnte der Abzug (Hebelmechanismus) betätigt werden. Dabei tauchte die glimmende Lunte in die Pfanne und entzündete das sich dort befindliche feine Schwarzpulver (auch Pfannenkraut genannt). Die Zündflamme gelangte durch das seitliche Zündloch in den Lauf und zündete die Treibladung. Bei Waffen mit Luntenschloss war der Lauf hinten schon mit einer Schwanzschraube verschlossen. (Schwanzschrauben schließen den Lauf in Richtung Schützen ab). Lunten wurden aus Dochten hergestellt, welche in einer Lösung aus Kalisalpeter getränkt und anschließend getrocknet wurden.

 

Das Radschloss

Vermutlich in Anlehnung an die frühesten Feuerzeuge(14./15. Jahrhundert), bei denen durch Reibung von Schwefelkies an einem Stahlstück  Funken auf  Zunder oder Ähnlichem geleitet wurden, entstand um 1517 das Radschloss. Als Erfinder gilt der Nürnberger Johann Kiefuß. Beim Radschloss wird die Reibefläche bewegt und der Stein festgehalten. Das am Umfang geriffelte Stahlrad liegt unter der Zündpfanne (und ragt durch deren Boden). Die Achse dieses Stahlrades wird durch eine Kette mit der starken Schlagfeder verbunden. Zieht man nun das Rad mit einem passenden Schlüssel/Spanner auf wird durch die Kette die Schlagfeder gespannt. Ein Stift hält es in dieser Position. Der Pfannendeckel musste wie beim Luntenschloss separat geöffnet werden und zusätzlich musste der Hahn mit dem Feuerstein auf das (gespannte Rad) gelegt werden. Durch Betätigen des Abzuges wurde das Rad freigegeben und dabei schlug das sich drehende Rad durch den aufliegenden Feuerstein Funken, die das Schwarzpulver auf der Pfanne entzündete. Die Zündflamme  schlug durch das seitlich liegende Zündloch und entzündete die Treibladung im Lauf.

 

Das Steinschloss

Das Steinschloss wurde ca. um 1610-1620 von dem französischen Büchsenmacher  Marin le Bourgeosis aus Lisieux erfunden und zunächst als Jagdgewehr genutzt. Eine militärische Bedeutung erlangten Waffen mit Steinschloss erst im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts. Bei einem Steinschloss schlägt ein Feuerstein, der  in einen  Hahn geklemmt (geschraubt) wird, gegen eine stählerne senkrechte Reibfläche – die Batterie (selbige schlägt dabei auf und gibt die Pfanne frei). Die entstehenden Funken zündeten nun das sich in der Pfanne befindliche Schwarzpulver und das wiederum durch den Zündkanal die Treibladung in der Waffe. Der Siegeszug des Steinschlosses war nicht mehr aufzuhalten. Bis zur Mitte des 18.Jahrhunderts entstanden unzählige  Verbesserungen. Aber trotz aller Veränderungen und Perfektion des Steinschlosses hat es einen ganz entscheidenden Nachteil: die Zeitdifferenz  zwischen der Erzeugung der Funken und der Zündung des Pfannenkrautes - und um etliche zehntel Sekunden verzögert - der Zündung der Treibladung im Lauf. Diese Verzögerung lässt sich auch heute nur bedingt durch Waffentuning vermindern.

 

Die Perkussionszündung

Durch die chemische Entwicklung des Knallquecksilbers wurde ein weiterer Fortschritt des Zündverfahrens der Treibladung möglich.

Der  Schotte  Alexander Forsyth erhielt  am 11.4.1807 das erste Patent auf ein Perkussionsschloss, bei dem das Zündmittel (Zündpillen) durch einen Schlag gezündet wurde. In der Folgezeit entstanden – wie könnte es anders sein – zahlreiche Verbesserungen, die ihre Krönung in jenem Perkussionssystem fanden, bei welchem die schlagempfindliche Zündmasse in den Boden eines kupfernen Näpfchens gepresst und mit Lack versiegelt  wird – das Zündhütchen –, welches der Schütze über einen mit einer Bohrung versehenen Dorn (Piston) stülpt. (Als Erfinder selbigen wird oft der Londoner Büchsenmacher Joseph Egg genannt.) Durch die Bohrung des Pistons erreicht der Zündstrahl die Treibladung im Lauf. Die Perkussionszündung  war zu ihrer Zeit sehr zuverlässig und allen anderen bisherigen Zündsystemen überlegen.

 


 

   

Waffengesetz

Allg.VVS zum WG (WaffVwV) vom 5. März 2012

 

   

Waffenrecht

Neues zum Waffenrecht

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Neuerungen 2014

Auf der letzten Referentensitzung/ Vorderlader wurde folgende Änderung beschlossen:

 

   
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